Konzertbericht : Tears for Fears (16.02.19, Berlin - Tempodrom)

Aktualisiert: 24. Feb 2019


Something happened and we were head over heals

Beim Betreten des Tempodroms die erste Überraschung. tatsächlich voll Bestuhlung und damit das erste Novum bei einem Konzertbesuch für uns. Um es gleich vorweg zu nehmen aber echt praktisch. Bei der Vorband „Jusin Bieber“ ähh Jesso war der Name Programm und deshalb kam die Bestuhlung gleich zum Einsatz.

Nachdem die Vorband es endlich hinter sich gebracht hatte, legten Tears for Fears mit Everybody wants to rule the world einen Kaltstart hin und zogen das Publikum sofort in ihren Bann. Die Stühle waren damit sofort und bis zum Ende des Konzertes überflüssig. Dies galt nicht nur für uns, sondern auch für einen Großteil der Besucher, die das Erlebte oft mit der Reise in die vergangene Jugend verglichen. Insgesamt war die Setliste, bestehend aus


Everybody Wants to Rule the World

Secret World

Sowing the Seeds of Love

Pale Shelter

Break it Down Again

Creep (Radiohead cover)

Change

Mad World

Memories Fade

Suffer the Children

Woman in Chains

Advice for the Young at Heart

Badman´s Song

Head over Heels

Shout (Zugabe)


sehr ausgeglichen. Es wurde eine gute Mixtur der bekannten Songs und einem sehr gut gelungenen Cover rund um die bekannten Welt-Hits gebaut. Sicher war es kein Zufall, dass das Konzert um jene Welthits strukturiert war. Beginnend mit dem Aufwecker Everybody wants to rule the world, der jeden von der Vorband gelangweilten Besucher direkt in Ektase versetzte, über den exakt in der Mitte platzierten instant Klassiker Mad World, der zusätzlich durch den Film Donnie Darko an den Kultstatus der Band erinnert, bis zu der Zugabe, die mit Shout einen weiteren Welthit enthielt.


Damit sind wir auch schon bei den Highlights des Konzertes, die eben aus jenen drei Liedern bestanden, ohne zu vergessen, dass die anderen Songs auch wesentlich zu einem tollen Konzerterlebnis beitrugen. Die Performance der Künstler war professionell und unaufgeregt, schließlich sind Tears for Fears Mastermind Roland Orzabal und Curt Smith nicht mehr die Jüngsten.

In einer kurzen sympathischen Anekdote erzählte Curt Smith, dass sie das letzte Mal in Berlin gespielt haben, als die Mauer gerade gefallen war. Einen Seitenhieb auf Donald Trump und seine Mauerpläne inklusive. Damit musste das Berliner Publikum fast 30 Jahre warten um Ihre Ikonen live in der Hauptstadt sehen zu können. Der Gesamteindruck war, wie Oliver Kalkofe nicht hätte treffender formulieren können:„Richtig geil - zu mega hätte einfach noch eine Zugabe mehr gehört, aber sonst perfekt.“


In Berlin vor Euch for Ort waren Pascal Gottmann (Bericht) und Svenja Krumm (Fotos).

Wir bedanken uns bei Ute Werler von Semmel Concerts.